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Dropshipping mit Lieferanten-Connectoren: Verfügbarkeiten und Bestellungen automatisieren

Dropshipping entlastet das eigene Lager – verursacht aber schnell Mehraufwand, wenn Bestände und Bestellungen manuell zwischen Shop, Marktplatz und Lieferant abgeglichen werden. Mit Lieferanten-Connectoren in merchantCENTRAL laufen diese Schritte direkt in Business Central und ereignisbasiert. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie den Prozess Schritt für Schritt einrichten.

Was Dropshipping in Business Central konkret bedeutet

Beim Dropshipping verkaufen Sie Artikel, die physisch beim Lieferanten liegen. Geht eine Bestellung ein, wird sie an den Lieferanten weitergegeben, der direkt an den Endkunden versendet. Der Vorteil: kein eigener Lagerbestand, keine Vorfinanzierung der Ware. Die Herausforderung liegt in der Datenqualität – Sie verkaufen nur, was tatsächlich verfügbar ist, und müssen jede Bestellung zuverlässig und schnell an den richtigen Lieferanten weiterleiten.

Genau hier setzen die Lieferanten-Connectoren an. Sie verbinden Anbieter wie Jarltech, BlueStar, Wave, VEDES oder Ingram Micro direkt mit Business Central und übernehmen den Datenaustausch automatisiert.

Verfügbarkeiten automatisch synchronisieren

Damit Sie keine Artikel verkaufen, die der Lieferant nicht liefern kann, werden die Bestandsdaten regelmäßig abgeglichen. Die Connectoren rufen die Verfügbarkeiten der angebundenen Lieferanten ab und aktualisieren die zugehörigen Artikel in Business Central.

Typische Einstellungen, die Sie dabei steuern:

  • Abrufintervall: Wie häufig die Bestandsdaten aktualisiert werden.
  • Mindestbestand: Ab welcher Menge ein Artikel als nicht mehr verfügbar gilt.
  • Pufferwerte: Sicherheitsabschläge, um Überverkäufe bei schwankenden Beständen zu vermeiden.
  • Mehrere Bezugsquellen: Welcher Lieferant bevorzugt wird, wenn ein Artikel von mehreren Quellen beziehbar ist.

Die aktualisierten Bestände fließen anschließend über die Marktplatz- und Shop-Connectoren zurück in Ihre Verkaufskanäle – etwa Amazon, eBay, Otto, Shopify oder Shopware. So sehen Ihre Kunden überall einen konsistenten Verfügbarkeitsstatus.

Bestellungen ereignisbasiert weiterleiten

Geht ein Verkaufsauftrag ein, lässt sich die Beschaffung beim Lieferanten automatisiert anstoßen. merchantCENTRAL arbeitet ereignisbasiert: Statt fester Batch-Zeitfenster löst der Eingang einer Bestellung den nächsten Schritt aus.

Der typische Ablauf:

  1. Eine Bestellung erreicht Business Central über einen Marktplatz- oder Shop-Connector.
  2. Das System erkennt anhand der Artikelzuordnung, dass es sich um einen Dropshipping-Artikel handelt.
  3. Eine Bestellung an den hinterlegten Lieferanten wird erzeugt – inklusive der Lieferadresse des Endkunden.
  4. Der Connector übermittelt die Bestellung an den Lieferanten.

So entfällt das manuelle Übertragen von Bestelldaten, und das Risiko von Tippfehlern bei Adressen oder Mengen sinkt deutlich.

Rückmeldungen und Sendungsdaten verarbeiten

Ein vollständiger Dropshipping-Prozess endet nicht mit der Bestellung beim Lieferanten. Wichtig sind die Rückmeldungen:

  • Auftragsbestätigung des Lieferanten mit voraussichtlichem Versanddatum.
  • Versandinformationen inklusive Tracking-Nummer, sobald die Ware das Lager des Lieferanten verlässt.
  • Statusmeldungen bei Teil- oder Stornolieferungen.

Diese Informationen werden in Business Central zugeordnet und an die Verkaufskanäle zurückgespielt. Auf Marktplätzen wie Amazon ist die fristgerechte Übermittlung der Versandbestätigung samt Tracking ein relevanter Faktor – die Automatisierung hilft, diese Vorgaben einzuhalten.

Worauf Sie bei der Einrichtung achten sollten

Bevor Sie produktiv gehen, lohnt sich ein Blick auf einige Punkte:

  • Artikelzuordnung: Stellen Sie sicher, dass Lieferanten-Artikelnummern eindeutig Ihren Business-Central-Artikeln zugeordnet sind.
  • Lieferzeiten: Hinterlegen Sie realistische Lieferzeiten, damit Kunden korrekte Lieferversprechen erhalten.
  • Preispflege: Prüfen Sie, wie Einkaufspreise aktualisiert werden, um Margen zu sichern.
  • Fehlerbehandlung: Definieren Sie, wie mit nicht bestätigten Bestellungen oder fehlgeschlagenen Übermittlungen umgegangen wird.

Fazit

Dropshipping über Lieferanten-Connectoren verlagert wiederkehrende Routineaufgaben vom Schreibtisch in den automatisierten Prozess. Bestände bleiben aktuell, Bestellungen werden ohne Medienbruch weitergeleitet, und Versanddaten landen automatisch in Ihren Kanälen. Da alles in Business Central zusammenläuft, behalten Sie den Überblick über jeden Auftrag – ohne separate Insellösungen. Beginnen Sie am besten mit einem einzelnen Lieferanten und einem klar abgegrenzten Sortiment, bevor Sie den Prozess schrittweise ausweiten.