Zum Inhalt

Was ist merchantCENTRAL – die Multi-Channel-Plattform für Microsoft Dynamics 365 Business Central

Wer über mehrere Kanäle verkauft, kennt das Problem: Bestellungen, Bestände und Versanddaten verteilen sich auf isolierte Systeme, die selten sauber zusammenspielen. merchantCENTRAL setzt genau hier an und bündelt den Multi-Channel-Vertrieb direkt in Microsoft Dynamics 365 Business Central. Dieser Beitrag erklärt, was die Plattform ausmacht und für wen sie gedacht ist.

Der Grundgedanke

merchantCENTRAL ist eine Multi-Channel-Plattform, die vollständig in Microsoft Dynamics 365 Business Central integriert ist. Statt einen weiteren externen Mittler zwischen ERP und Verkaufskanäle zu schalten, verlagert die Lösung die zentralen Prozesse dorthin, wo Stammdaten, Lager und Buchhaltung ohnehin liegen: in Business Central.

Das Ziel ist ein durchgängiger Datenfluss ohne Insellösungen. Bestellungen, Artikel, Bestände, Preise und Versandinformationen werden an einem Ort gepflegt und von dort aus mit allen angebundenen Systemen synchronisiert.

Was wird verbunden?

merchantCENTRAL deckt die drei wesentlichen Bereiche des Multi-Channel-Handels ab:

  • Marktplätze und Shops – unter anderem Amazon, eBay, Otto, Kaufland, Shopify, Shopware, bol.com und Cdiscount. Verkaufskanäle werden angebunden, sodass Bestellungen automatisch in Business Central landen und Bestände sowie Preise zurückgespielt werden.
  • Lieferanten – etwa Jarltech, BlueStar, Wave, VEDES und Ingram Micro. Dropshipping-Prozesse und Lieferantendaten lassen sich anbinden, um Verfügbarkeiten und Bestellungen abzubilden.
  • Versanddienstleister – DHL, DHL Express, DPD, GLS, Hermes, UPS und Rhenus. Labels, Sendungsdaten und Tracking-Informationen entstehen direkt aus dem Beleg heraus.

Hinzu kommt die Anbindung des eigenen Lagers, sodass Wareneingang, Kommissionierung und Versand Teil derselben Prozesskette sind.

Modular und ereignisbasiert

Zwei Eigenschaften prägen die Architektur:

Modular. Sie aktivieren genau die Bausteine, die Sie benötigen – etwa einen bestimmten Marktplatz oder einen Versanddienstleister. Das hält die Lösung übersichtlich und erlaubt es, den Funktionsumfang mit dem eigenen Geschäft wachsen zu lassen. Wer heute nur über zwei Kanäle verkauft, muss nicht alles auf einmal einrichten.

Ereignisbasiert. Prozesse werden durch konkrete Ereignisse ausgelöst – etwa den Eingang einer Bestellung, eine Bestandsänderung oder die Fertigmeldung eines Versandauftrags. Dadurch reagiert das System zeitnah auf Veränderungen, statt nur in starren Intervallen abzugleichen.

Welche Probleme das löst

Im typischen Multi-Channel-Alltag entstehen Reibungsverluste an den Schnittstellen zwischen den Systemen. merchantCENTRAL adressiert wiederkehrende Schmerzpunkte:

  • Überverkäufe vermeiden, weil Bestände kanalübergreifend abgeglichen werden.
  • Manuelle Doppelerfassung reduzieren, da Bestellungen automatisch als Belege in Business Central entstehen.
  • Versand beschleunigen, weil Labels und Tracking ohne Medienbruch aus dem Beleg erzeugt werden.
  • Übersicht behalten, da alle Kanäle in einer vertrauten Oberfläche zusammenlaufen.

Für wen ist die Plattform gedacht?

merchantCENTRAL richtet sich an Händler und Business-Central-Anwender im DACH-Raum, die bereits über mehrere Kanäle verkaufen oder den Einstieg in den Multi-Channel-Vertrieb planen. Besonders sinnvoll ist die Lösung, wenn Business Central ohnehin als führendes System im Einsatz ist und die Prozesse rund um Bestellung, Lager und Versand dort gebündelt werden sollen.

Wer dagegen seine Verkaufskanäle bewusst getrennt von der Warenwirtschaft betreiben möchte, wird in einer ERP-nahen Plattform weniger Vorteile finden. Der Nutzen entsteht gerade aus der engen Verzahnung mit Business Central.

Fazit

merchantCENTRAL versteht sich nicht als zusätzliches Tool neben dem ERP, sondern als Erweiterung von Business Central für den Multi-Channel-Handel. Marktplätze, Lieferanten, Versanddienstleister und Lager werden in einer durchgängigen, ereignisbasierten Prozesskette verbunden. Durch den modularen Aufbau lässt sich der Funktionsumfang an die tatsächlichen Anforderungen anpassen – Schritt für Schritt und ohne Insellösungen.

In den kommenden Beiträgen gehen wir auf einzelne Bausteine genauer ein, etwa die Anbindung konkreter Marktplätze oder die Konfiguration der Versandprozesse.